"WENIGER SCHLECHT IST NICHT GUT“

Aktualisiert: 15. Nov 2021

Mit diesem Motto wurde im Mölltal ein 2-tägiger „Cradle to Cradle (C2C)“ Intensivworkshop mit Prof. Michael Braungart vom Leuphana Institut der Universität Lüneburg durchgeführt.


"Es reicht für die Erde nicht, etwas weniger schlecht zu machen, sondern wir müssen mehr gut machen. Es braucht einen Fußabdruck, der die Natur nicht nur schützt, sondern ihr nützt. Dazu braucht es Bewusstseinsbildung, Kooperationen, Innovationen und Menschen, die motiviert sind, konkrete C2C-Projekte umzusetzen. Es geht auch darum, von anderen zu lernen, um nicht immer alles neu erfinden zu müssen. Dazu fehlt uns letztendlich auch die Zeit", so Prof. Braungart.


Am Freitag stellte Prof. Braungart in seinem Vortrag das „Cradle to Cradle“-Prinzip vor und brachte neben zahlreichen C2C-Beispielen auch erste Ideen für regionale Umsetzungsprojekte und (inter-)nationale Vernetzungen ein. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Michael Braungart, Margit Heissenberger von Hasslacher Norica Timber, FH-Rektor Peter Granig, Architekt Gerhard Kopeinig und Bürgermeister Peter Suntinger ging es um die regionalen Chancen und Fortschritte, die ein C2C-Schwerpunkt einer Region bringen kann und welches Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung dafür notwendig ist.


Wichtig wäre für Prof. Braungart auch, die Mölltaler, die ihre Heimat verlassen haben, wieder für das Mölltal zu gewinnen und sie einzuladen, zurückzukehren. So könne das Tal von ihren Erfahrungen, ihrem Blick von außen und letztendlich vom Zuzug profitieren. Margit Heissenberger, Gründerin des Vereins „Die Weltkärntner“, will sich dafür in Zukunft verstärkt einsetzen.


Beim Workshop am Samstag wurde mit Prof. Braungart und einer Gruppe von Interessenten aus den Oberkärntner Gemeinden, sowie Wissenschaftler/innen der FH und des Joanneum, die C2C-Ansätze für die Bereiche Bildung, Bau, Landwirtschaft, Tourismus und Gewerbe gemeinsam vertieft und konkrete Projekte und Ziele definiert. Sie werden von der KLAR! und KEM-Region Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal, unter der Leitung der KLAR! Managerin Sabine Seidler und des KEM Managers Josef Webhofer, gemeinsam mit der Fachhochschule Kärnten und regionalen Partnern weiterentwickelt und in den nächsten Jahren umgesetzt.


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